„Die Anfänge unseres Gartenvereins gehen auf die Beamtengärten der Eisenbahn
um 1900 zurück. Eine Erweiterung erfolgte mit der Parzellierung des Bahnterrains
in den 30er Jahren. In der Mitte der Anlage befand sich ein Trockenplatz,
der im Winter als Schlittschuhbahn genutzt wurde. Während des 2. Weltkrieges
wurden in den Gärten zum Schutz für die auf dem Friedrichstädter Bahnhof wartenden
Flüchtlinge zickzackförmige Splittergräben ausgehoben. Diese, so wie die zahlreichen
Bombentrichter, wurden nach dem Krieg mit Ruinenschutt verfüllt.
Im Jahre 1951 legten die Kleingärtner einen Festplatz an, die Wege wurden
mit Hecken bepflanzt. Im gleichen Jahr fand auch das 1. Sommerfest statt.
Unter den damaligen Vereinsmitgliedern waren zahlreiche Geschäftsleute, die
auch zu den Gartenfesten spendeten, wo Kinderkarussel, Puppenbühne und der
Festtanz die fröhliche Vereinsrunde bestimmten. Ende der 50er, Anfang der
60er Jahre erbauten die Mitglieder das Spartenheim. In den 70er Jahren wurde
dann aus einstigen Handtuchflächen eine einheitliche Parzellengröße von 200
qm in der gesamten Anlage hergestellt. Heute können insgesamt 102 Parzellen
genutzt werden.“
Joachim Ebermann